[2657]
Autograph: Zürich StA, E II 366, 47 (Siegelspur)
Druck: Francisci Dryandri, Hispani, epistolae quinquaginta, hg. v. Eduard Boehmer, in: Zeitschrift für die historische Theologie 40, 1870, 396f, Nr. 9;
Druck und spanische Übersetzung: Enzinas BW 132-135, Nr. 11
[1] Bullinger [Nr. 2656] und vertraute seinen Brief Myconius an. 1
Er hatte seinem Schreiben einen Brief an [Hieronymus] Sailer beigelegt, welchen er noch inBriefe_Vol_18-219 arpa
Lindau vermutete. Danach erhielt er aber einen Brief von Sailer, durch den er erfuhr, dass
Letzterer nach St. Bullinger möglicherweise bereits wusste. Bullinger
möchte also den Brief an Sailer sowie den beiliegenden Brief an [Joachim] Vadian 3 nach St.
Gallen befördern. Sonst wartet Enzinas weiterhin auf die Dekrete des Konzils von Trient und
auf Diaz' [Glaubensbekenntnis]. — [2] Verbürgtes kann er nicht melden. Jeder erzählt, was
ihm gerade einfällt und was seinen Vermutungen bzw. Erwartungen entspricht. Man weiß, dass
Lügen sich lohnen. 4 Aber solch dummes Gerede können nur maßlose und fürchterliche Menschen
verbreiten! Hoffentlich erfährt man aus Zürich Erfreulicheres, besonders den Tod dieses
schrecklichen Machthabers [Kaiser Karls V.], dessen Frechheit doch nicht ungestraft bleiben
kann! —[3]Grüße.